Akademisches Fechten

Zu unserem Selbstverständnis als Burschenschafter gehört auch die Pflege und Fortführung der Tradition des deutschen Waffenstudententums, was sich im akademischen Fechten, der Mensur, manifestiert. Die Halle-Leobener Burschenschaft Germania ist eine pflichtschlagende Studentenverbindung! Wir stehen fest zum akademischen Fechten und fordern von jedem Bundesbruder mindestens drei genügende Mensuren. Dies fördert neben der persönlichen Charakterbildung den Zusammenhalt und das Zusammenwachsen der Gemeinschaft. Jeder Bundesbruder bekräftigt durch die Mensur den Willen, für unsere Burschenschaft Germania einzustehen.

Mensur

Wohl kaum eine andere Facette des Lebens in den sogenannten „schlagenden Verbindungen” wird in der Öffentlichkeit als so unzeitgemäß betrachtet wie das studentische bzw. akademische Fechten. Die wildesten Gerüchte und Schauermärchen sind meist gerade gut genug, um diesen scheinbar archaischen, häufig als „Ritual” bezeichneten Bestandteil des Burschenlebens anzuprangern. Dabei wird der tiefere Sinn der Mensur meist überhaupt nicht genannt erkannt oder geleugnet. Es wird so getan, als ob die manchmal bei einer Mensur entstehenden Schmisse von den Waffenstudenten bewußt gewollt sind, womit man die ganze Angelegenheit geradezu als masochistisch zu verleumden versucht. Dabei steht die körperliche Einwirkung der Mensur in gar keinem Verhältnis zu den Gesundheitsschäden vieler anderer Sportarten. Gerade heute, wo sogenannte „Extremsportarten”, wie „Bungee-Jumping”, „free-climbing” oder auch Thai-Boxen geradezu massenhaft grassieren, ist die Empörung über das traditionsreiche und mit tieferem Sinn ausgestattete akademische Fechten geradezu lächerlich. Die Mensur stellt eben nicht, wie häufig behauptet, eine Begegnung mit tödlichen Waffen dar, sondern ist heute die einzige aus Europa stammende und noch gepflegte Form eines ritterlichen Zweikampfes mit straffem Regelwerk.

Die Verpflichtung zur Mensur bedeutet für die Halle-Leobener Burschenschaft Germania zum einen einen Treuebeweis des Bundesbruders und zum anderen ein Selektionskriterium:

Wer nicht auf seine eigene Leistung vertrauen kann,
wer die Feigheit dem Mut vorzieht,
wer lieber bequem als diszipliniert ist,
wer persönliche Vorteile höher bewertet als die Gemeinschaft,
ist nicht dazu geeignet, Teil unserer burschenschaftlichen Gemeinschaft zu werden!

Das Gemeinschaftserlebnis der Mensur besitzt für uns eine so starke Integrationskraft, daß wir mit gutem Gewissen an ihr festhalten.

Gerade deshalb ist der Sinngehalt der Mensur auch heute eine aktuelle Frage und letztlich eine notwendige Entscheidung, die sich für jeden an den studentischen Verbindungen interessierten Studenten noch immer stellt.

Mensurfechten

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